Bisca online spielen 🇵🇹
Der portugiesische Kartenklassiker zu zweit: drei Karten auf der Hand, ein Trumpf, und 120 Punkte, von denen du 61 brauchst. Klingt einfach — bis du merkst, dass Ass und Sieben allein schon 84 davon ausmachen.
Wie viele Bananas gibt es?
Gewertet wird jede einzelne Partie, sofort nach dem letzten Stich. Wie viel es gibt, hängt davon ab, wie viele der 120 Kartenpunkte du geholt hast:
- Sieg (61–119 Punkte): 500–992 🍌 — je deutlicher, desto mehr
- Capote (alle 120 Punkte): 1.200 🍌
- Unentschieden (60:60): 400 🍌
- Niederlage: 200 🍌 fürs Mitspielen
In der Bestenliste zählt dagegen die Netto-Marge: deine Kartenpunkte minus Pedros. Ein 61:59 bringt also nur +2, ein Capote +120 — und eine verlorene Partie kostet dich echte Punkte. Vielspielen allein reicht hier nicht.
Spielregeln
- Gespielt wird mit 40 Karten — dem portugiesischen Blatt ohne 8, 9 und 10.
- Jeder bekommt 3 Karten. Die nächste Karte wird aufgedeckt und quer unter den Stapel gelegt: Sie bestimmt den Trumpf und ist zugleich die allerletzte Karte, die gezogen wird.
- Kartenwerte: Ass 11, Sieben 10, König 4, Bube 3, Dame 2 — alle übrigen null. Zusammen genau 120 Punkte. Du musst dir das nicht merken: auf jeder offenen Karte steht unten links ihr Punktwert — gold heißt viel wert, blass heißt wertlos.
- Die Rangfolge folgt den Punkten, nicht dem Bild auf der Karte:
- Ass 11 Punkte
- Sieben 10 Punkte
- König 4 Punkte
- Bube 3 Punkte
- Dame 2 Punkte
- 6 5 4 3 2 0 Punkte
- Kein Farbzwang, solange der Stapel noch Karten hat — du darfst jederzeit abwerfen oder trumpfen. Erst wenn der Stapel leer ist, musst du die ausgespielte Farbe bedienen, sofern du sie hast.
- Den Stich gewinnt der höhere Trumpf; ohne Trumpf die höhere Karte der ausgespielten Farbe. Eine dritte Farbe kann nie gewinnen, egal wie hoch sie ist.
- Nach jedem Stich wird nachgezogen — der Stichgewinner zuerst. Er spielt auch als Nächster aus.
- Nach 20 Stichen sind alle Karten gespielt. Wer mehr als 60 Punkte hat, gewinnt; bei 60:60 endet die Partie unentschieden. Alle 120 Punkte heißen Capote.
Tastatur: 1, 2, 3 spielen die entsprechende Handkarte, R zeigt die Rangfolge, L den letzten Stich, Leertaste startet die nächste Partie.
Strategie: worauf es bei Bisca ankommt
Rechne in Punkten, nicht in Stichen. Man kann 15 der 20 Stiche gewinnen und trotzdem verlieren. Die vier Asse und vier Siebenen tragen zusammen 84 der 120 Punkte — wer die hat, hat die Partie. Ein Stich aus zwei Nullkarten ist dagegen buchstäblich nichts wert.
Wirf früh weg, was nichts kostet
Am Anfang liegen noch 34 Karten im Stapel, du ziehst also nach jedem Stich nach. Das ist die Zeit, in der ein weggeworfener Fünfer nichts kostet. Spiel niedrige Karten fremder Farben aus und schau, was Pedro damit macht — antwortet er mit einem Trumpf, weißt du, dass er welche hat.
Trümpfe sind Munition, kein Schmuck
Einen leeren Stich zu trumpfen, kostet dich genau die Karte, mit der du später ein Ass abfangen könntest. Umgekehrt gilt: Liegt ein Ass oder eine Sieben auf dem Tisch, sind 11 bzw. 10 Punkte in der Luft — dafür lohnt sich auch ein hoher Trumpf.
Merk dir die Trumpfkarte — und wer sie bekommt
Die aufgedeckte Trumpfkarte liegt die ganze Partie über sichtbar da. Wer den 17. Stich verliert, zieht sie als allerletzte Karte — und das siehst du. Wenn dort das Trumpf-Ass liegt, weißt du also von Anfang an, wer es am Ende haben wird.
Der Farbzwang am Schluss ist reine Rechnerei
Sobald der Stapel leer ist, kippt das Spiel: Ab jetzt musst du bedienen, es gibt also nichts mehr frei zu wählen. Wer bis dahin mitgezählt hat, welche Asse und Siebenen noch draußen sind, spielt die letzten sechs Karten praktisch mit offenen Karten — und genau das ist die Fähigkeit, die gute Bisca-Spieler von guten Karten unterscheidet.
Bube schlägt Dame — nicht andersherum
Die häufigste Falle für Neulinge. Weil die Rangfolge den Punktwerten folgt und der Bube 3 Punkte zählt, die Dame nur 2, steht der Bube über der Dame. Die Reihenfolge stammt aus dem spanischen Blatt (König – Reiter – Bube) und wurde beim Wechsel auf das französische Blatt über die Punkte weitergereicht.
Spielt Pedro fair?
Ja — und zwar nachprüfbar. Pedro sieht ausschließlich das, was du auch siehst: seine eigenen drei Karten, die aufgedeckte Trumpfkarte, alle bereits gespielten Karten und die Anzahl der Karten im Stapel. Dein Blatt kennt er nicht, und die Reihenfolge im Stapel auch nicht — er bekommt den Spielzustand technisch gar nicht erst übergeben.
Stark ist er trotzdem: Er würfelt aus, welche Karten du plausibel halten könntest, spielt die Partie mit jeder dieser Möglichkeiten 120-mal bis zum letzten Stich durch und wählt den Zug, der im Schnitt am meisten Punkte bringt. Was er dir voraushat, ist kein Wissen, sondern Rechenzeit.
Einen Vorteil hat er allerdings: Er vergisst nie, welche Karte schon gefallen ist. Das ist bei Bisca aber kein Trick, sondern die Kernfähigkeit des Spiels — Mitzählen kann man lernen, und genau darum wird hier auch nicht angezeigt, welche Karten schon weg sind. Das würde dem Spiel seinen Reiz nehmen.
Was du stattdessen jederzeit nachschlagen kannst, ist reines Regelwissen:
- 📖 Rangfolge — welche Karte welche sticht, mit Punktwerten. Praktisch, solange „die Sieben schlägt den König" noch ungewohnt ist.
- 🃏 Letzter Stich — die beiden zuletzt gespielten Karten noch einmal in Ruhe. Verrät nichts: Sie lagen gerade eben offen auf dem Tisch.
- Die Ergebnistafel links unten führt die Partien dieser Sitzung mit Kartenpunkten, Marge und Gesamtsumme mit.
Häufige Fragen
Ist Bisca dasselbe wie Briscola?
Es ist dieselbe Spielfamilie. Briscola heißt sie in Italien, Brisca in Spanien, Bisca in Portugal und Brasilien. Der auffälligste Unterschied: In der portugiesischen Fassung ist die Sieben die zweithöchste Karte (die „Manilha"), in der spanischen die Drei.
Wird Bisca zu zweit oder zu viert gespielt?
Beides ist üblich. Hier spielst du die klassische Zweier-Variante („Bisca de 3"), bei der es am meisten auf das eigene Kartengedächtnis ankommt. In Portugal wird zu viert auch gern 2 gegen 2 mit gegenübersitzenden Partnern gespielt.
Warum darf ich am Anfang jede beliebige Karte spielen?
Das ist keine Nachlässigkeit, sondern der Kern des Spiels. Ohne Farbzwang ist jeder Zug eine echte Entscheidung: mitgehen, wegwerfen oder trumpfen. Erst wenn der Nachziehstapel leer ist, greift die Bedienpflicht — und die Schlussphase wird zur Rechenaufgabe.
Was passiert, wenn ich mitten in einer Partie die Seite verlasse?
Die Partie wird auf dem Server zu Ende gespielt und normal gewertet — beide Seiten übernimmt dann dieselbe einfache Automatik. Eine schlecht laufende Partie lässt sich also nicht durch Neuladen ungeschehen machen. Umgekehrt geht dir aber auch nichts verloren, wenn dir der Browser abstürzt.
Zählt jede Partie für die Bananas?
Fast jede. Nur wenn du in sehr kurzer Zeit sehr viele Partien durchklickst, greift eine Bremse und die Partie bleibt unbezahlt — sie läuft aber ganz normal weiter. Wer wirklich spielt, merkt davon nichts: eine Partie über 20 Stiche dauert ohnehin ein paar Minuten.
Welche Spiele auf Bananario sind ähnlich?
Wenn dir Bisca gefällt, passt Offiziersskat gut dazu — auch dort gibt es 120 Kartenpunkte und 61 zum Sieg, nur mit Reizen und offenen Stapeln. Hokm ist das Stichspiel im Team, und Schwimmen wird am selben Eichentisch gespielt. Alle kostenlosen Onlinespiele findest du in der Übersicht.